Politische Kernforderungen

von Sophia Höff

Politische Kernforderungen

der Eisenbahnverbände

Wie im Privatbahn-Magazin vom 30.01.2017 zu lesen war, haben acht Verbände der Bahnbranche ein gemeinsames Papier mit dem Titel „Politische Kernforderungen der Eisenbahnverbände“ herausgegeben. Das klingt interessant, dachten wir uns und haben das Schriftstück genauer unter die Lupe genommen: Zunächst wird der Mehrwert der Bahn für die Fahrgäste herausgestellt - „flexibel, selbstbestimmt, komfortabel und preiswert.“ Das ist ebenso für den Güterverkehr relevant. Natürlich ist die Bahnbranche auch ein wichtiger Arbeitgeber und damit ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Die Bahn ist aber auch „sicher, energieeffizient und kostengünstig“. Diese Adjektive sprechen nun alle für den Beitrag, den die Bahn im Klimaschutz leisten kann. Und der ist ja schließlich seit dem Pariser Klimaabkommen Staatssache.
Daran knüpfen nun die Forderungen der Verbände an: Es soll die Einführung eines Deutschland-Takts forciert werden. Damit ist gemeint, dass die Fahrpläne der Züge so getaktet sind, dass eine optimale Auslastung der Schiene möglich ist. Das erfordert zunächst die Beseitigung von Engpässen im Schienennetz.
Für faire Wettbewerbsbedingungen soll die Schienenmaut halbiert werden. Der Bund soll nicht nur in den Ersatz der Schienenwege, sondern auch in deren Unterhalt investieren. Die Bahnunternehmen tragen indessen den betrieblichen Verkehrsaufwand.
Für den zukunftsfähigen Bahnverkehr sollen schließlich verstärkt Innovationen gefördert werden. Davon kann ein Nutzen für Kunden, die Infrastruktur uvm. erwartet werden.

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